Unser Bild vom Kind

wie wir das Kind sehen

Pusteblume-Konzeption-Unser-Bild-vom-Kind

Jedes Kind …

  • ist eine eigene, selbstbestimmte Persönlichkeit /ein Individuum

  • ist ein soziales Wesen mit dem Recht auf Liebe, Zuwendung, Kontaktaufnahme, Rückzug, Gefühle

  • ist offen für Religion / Kosmos

  • hat ein Recht, geachtet zu werden

  • besitzt Würde

  • ist neugierig, wissbegierig, ehrlich und spontan

  • hat und spürt seine Bedürfnisse

  • hat seinen eigenen Rhythmus und sein Tempo

  • hat seine eigenen Fähigkeiten und Begabungen.

Unser pädagogischer Ansatz

Unser pädagogischer Ansatz ist eine Mischform aus dem sogenannten Situations- und dem Funktionsorientierten Ansatz.

Definitionen:

Situationsorientierter Ansatz

Hier werden das Lernen des Kindes und die entsprechenden Lernangebote von seinen Lebenssituationen im Alltag her aufgerollt. Das Kind soll in seinem Alltag und für eine bessere Bewältigung seiner gegenwärtigen Lebenssituation lernen. Im situationsorientierten Ansatz untersucht der Pädagoge zunächst die Lebenssituationen seiner Kindergruppe im Hinblick darauf, wie weit sie das Leben des Kindes bestimmen, von ihnen bewältigt werden können und welche Kompetenzen von ihnen verlangt werden, um diese Situationen angemessen zu handhaben.

Funktionsorientierter Ansatz

Die Funktion (= Fähigkeiten) des Kindes bietet hier den Ausgangspunkt für die Entwicklung von Lernzielen und Lernangeboten. Fähigkeiten, die das Kind für sein Leben entwickeln und ausformen muss, um die Probleme seines Alltags und die späteren gesellschaftlichen und beruflichen Anforderungen zu bewältigen, werden gefördert. Lernbereiche, in denen das Kind geschult wird, werden von den Erzieher/innen bestimmt.

Aus: Pausewang, Freya: Ziele suchen – Wege finden. Berlin 1994, S. 198 und 203

Der Situationsorientierte Ansatz findet sich u. a. in diesen Bereichen:

  • Freispiel

  • Spaziergang, Wandern

  • offene Angebote

  • Regeln

  • themenorientierte Ausflüge

  • Turnen

Der Funktionsorientierte Ansatz kommt u. a. in folgenden Bereichen zum Tragen:

  • Tagesablauf

  • Wochenrhythmus

  • Feste und Feiern

  • Kreative Angebote

Anders als beim Funktionsorientierten Ansatz, bei welchem es feste und bestehende Strukturen gibt, können sich die Inhalte der einzelnen Bereiche beim Situationsorientierten Ansatz täglich oder sogar mehrmals am Tag ändern.
Neben den Bereichen, die klar in den Situations- und Funktionsorientierten Ansatz aufgeteilt sind, gibt es wieder andere Bereiche in unserem Kindergartenalltag, welche sogar beide Ansätze beinhalten.

Dazu gehört z. B. der Morgenkreis. Dieser ist mit seiner groben Struktur im Tagesablauf vorgegeben (funktionsorientiert), aber die Kinder können die Inhalte (Fingerspiele, Lieder, Bewegungsspiele, …) selbst wählen (situationsorientiert).

Ebenso die Planungen: Sie werden situationsabhängig von uns vorgegeben, von den Kindern gewählt oder entstehen auf Grund verschiedener Beobachtungen in der Gruppe.

Auch die jahreszeitenorientierte Planung beinhaltet beide Ansätze. Die Jahreszeit ist die Situation, die die Kinder erleben, und wir machen sie zu unserem Thema.

Die Rolle des Erziehers

Unsere Rolle als Erzieherinnen und Erzieher im Umgang mit den Kindern sehen wir in folgenden Hauptpunkten zusammengefasst:

1. Ermutigung und Vertrauen

Wir Erwachsene geben emotionale Geborgenheit, ermutigen und schenken Vertrauen.

Grundlage unserer Arbeit ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, da wir Erzieherinnen und Erzieher wichtige Bezugspersonen für Ihr Kind und für Sie sind. Darum sind wir für jedes einzelne Kind da, hören ihm zu und nehmen es selbstverständlich ernst.

Das Maß an mütterlich-partnerschaftlichem bzw. väterlich-partnerschaftlichem Umgang mit Ihrem Kind passen wir jeweils ans Alter und die Entwicklung, aber auch an die aktuelle Situation an.

Da es uns wichtig ist, für Ihre Kinder emotional verfügbar und präsent zu sein, beschränken wir z. B. Gespräche “zwischen Tür- und Angel” auf das absolut Nötigste.

Mit Lob und Kritik am Kind gehen wir bewusst um, um ihm ein gesundes Selbstbewusstsein zu vermitteln.

Wir freuen uns, Ihrem Kind und Ihnen als zuverlässiger Erziehungspartner zur Seite stehen zu dürfen!

2. Gemeinschaft im Rahmen von Regeln und Struktur

Es ist uns wichtig, dass Ihre Kinder ihre Persönlichkeit innerhalb der vorgegebenen Normen und Grenzen entwickeln. Die individuellen Unterschiede von Kindern und Eltern nehmen wir dabei wahr und nutzen diese.

Um uns, besonders bei Konflikten, in die Kinder einfühlen zu können, lassen wir uns von Ihnen erklären, was passiert ist, und beziehen bei diesen Gesprächen den sozialen und emotionalen Hintergrund mit ein. Wir bieten Ihrem Kind Unterstützung, Ermutigung und Vermittlung an.

3. Vorbild

Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst!

Wir begegnen Ihrem Kind und Ihnen mit Wertschätzung und Achtung. Deshalb werden wir mit Ihnen in Gegenwart Ihres Kindes nicht über Ihr Kind sprechen.

Wir stehen zu unseren Fehlern und Grenzen und erklären und entschuldigen uns gegebenenfalls bei den Kindern.

Ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit ist die stetige Selbstreflexion. Dazu dienen die kollegialen Beratungen, Fachberatungen und Fortbildungen.

4. Anregende Umgebung

Wir gestalten eine für das Kind anregende Umgebung, greifen die Themen der Kinder auf und schaffen Herausforderungen.

Wir versuchen uns in die Welt des Kindes hineinzuversetzen, sind offen und sensibel dafür, wie es die Welt sieht. „Wir gehen in der Welt des Kindes spazieren.“ Das heißt  für uns, selbst neugierig zu sein und immer wieder Neues zu lernen.

Dazu gehören intensive Beobachtungen, die regelmäßige Überprüfung des Entwicklungsstandes und deren Dokumentation.

Die Anliegen der Kinder werden kindgerecht erklärt.

Unsere Schwerpunkte

Christliche Erziehung

  • Sinn und Werte

Bewegung

  • Turnen / Rhythmik

  • Gartenzeit

  • Waldtage

  • Bewegungsangebote im Freispiel

Rhythmische und musikalische Förderung

  • Felix-Auszeichnung als musikalischer Kindergarten

  • tägliches Singen und Musizieren

  • Rhythmik

  • Elternchor

Unsere Ziele

Unser wichtigstes Ziel ist natürlich, dass sich Ihre Kinder bei uns wohlfühlen!

Dafür haben wir den Tagesablauf rhythmisiert und strukturiert.

Ein weiteres Ziel ist, unseren christlichen Glauben im Alltag erlebbar zu machen:

  • Die Kinder spüren, dass sie willkommen und angenommen sind.

  • Die Kinder lernen Toleranz und Nächstenliebe.

  • Die Kinder tragen Verantwortung für ihre Welt. Dazu gehören Mensch, Natur und Dinge.

  • Die Kinder bekommen ein positives Gottesbild vermittelt.

Außerdem dürfen die Kinder ihren Alltag selbst mitgestalten. Dadurch lernen sie, selbstständig zu denken, zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.

Zudem ist es uns wichtig, dass die Kinder Freude an Bewegung entwickeln, Gemeinschaftsfähigkeit und kognitive, soziale und emotionale Kompetenzen erwerben.

Ihre Kinder erlernen eine vielfältige und korrekte Umgangssprache.

So werden sie bestmöglich auf die Schule vorbereitet.

Tages- und Wochenrhythmus

Unser struktureller Rahmen zeigt sich unter anderem in unserem Tagesablauf:

Der Morgen beginnt mit einer Freispielphase, in deren Verlauf die Kinder den Zeitpunkt ihres Vespers selbst wählen. Diese von den Kindern selbst bestimmte Phase wird mit dem Morgenkreis beendet.

Nach dem als Gruppe erlebten Morgenkreis findet gibt es eine zweite Freispielphase – zum Teil ergänzt durch Angebote, die die Kinder nach eigenem Ermessen nutzen können -, mit abschließendem Aufräumen.

Anschließend geht es für Bewegung an der frischen Luft zur Gartenzeit nach draußen.

Es folgt ein zweites, gemeinsames Vesper (Obstteller). Beendet wird der Kindergartentag mit einer gemeinsamen Abschlussrunde.

Durch diese Tagesstruktur können wir den Kindern ein Gleichgewicht zwischen autonomer (eigenverantwortlicher) Zeit und sozialer Gebundenheit bieten.

Dieser strukturelle Rahmen, der den Kindern als Orientierungshilfe dient, spiegelt sich auch im Wochenrhythmus wider:

An einem Tag findet unser Mini-, Midi- und Maxitreff statt. Besondere Bewegungsförderung erleben die Kinder am Turn- und Rhythmiktag. Einmal pro Woche treffen sich beide Gruppen zum gemeinsamen Stuhlkreis in der Halle. Einmal im Monat finden unser Kochtag und der Waldtag statt.

Für unsere Kinder mit einem erhöhten Sprachförderbedarf kommt regelmäßig eine Fachkraft zur Sprachförderung in den Kindergarten. Ergänzend dazu bieten wir für diese Kinder “SBS” (Singen – Bewegen – Sprechen) durch eine Musikpädagogin und eine Erzieherin aus unserem Haus an.

Kooperation

Das Team des Kindergartens Pusteblume arbeitet mit verschiedenen Institutionen zusammen. Wichtig sind uns hierbei der zielgerichtete Austausch, die Beratung und die gegenseitige Unterstützung.

Austausch mit …